Business Intelligence ohne Hürden

Mit Excel-Listen gegen den Daten-Wirwarr? Das war einmal. Heute sorgt Software wie Power BI von Microsoft für den richtigen Überblick und liefert Unternehmen alle wesentlichen Informationen.

Auch wenn inzwischen auch der Mittelstand Business Intelligence auf dem Schirm hat, scheint es nicht gerade ein Thema zu sein, was Ihren Kunden besonders auf den Nägeln brennt, oder?

Andreas Eickel: Aber ganz im Gegenteil: Business Intelligence, von uns in Form von Microsoft Power BI angewendet, ist sehr häufig ein Einstieg in unsere Dienstleistung. Selbst bei fremden ERP-Systemen starten unsere Kunden oft mit Power-BI. Hintergrund ist, dass viele Unternehmen schon lange Probleme bei der Erstellung von Berichten haben. Sie haben erkannt, dass sie dem Wirrwarr an gesammelten auf traditionelle Weise Daten nicht mehr Herr werden.

Wie haben es denn die Unternehmen früher gemacht?

Andreas Eickel: Da wurden teilweise die wildesten Excel-Listen gebaut, die nur wenige Wochen Bestand hatten. Mit Business Intelligence haben sie nun eine Möglichkeit, die Daten strukturiert auszuwerten und zugleich nicht immer neue Reports erstellen zu müssen. Auch Aufschlüsselungen sind kein Problem: Zum Beispiel lässt sich ein Umsatzbericht in mehreren Dimensionen filtern: nach einem bestimmten Produkt, für bestimmte Märkte etc. Was große BI-Lösungen können, kann auch Power-BI.

Besteht dabei nicht die Gefahr, dass das Management durch die Vielzahl an nun sichtbar gemachten Informationen förmlich „erschlagen“ wird?

Andreas Eickel: Meiner Meinung nach muss und sollte man sich nicht jede automatisch erstellte Auswertung auch anschauen. Durch die Verknüpfung von Diensten ist es aber beispielsweise möglich, sich eine Push-Nachricht aufs Smartphone schicken zu lassen, wenn ein monatlicher Umsatz in einem bestimmten Bereich nicht erreicht wurde. Dann kann ich als Geschäftsführung oder Bereichsleitung handeln. Und das ist ja genau der Sinn von Datenerfassung und -analyse.

Power-BI hilft mir also, die ohnehin vorhandene Daten endlich vernünftig visualisieren und für meinen Geschäftsalltag nutzbar machen zu können?

Andreas Eickel: So könnte man es zusammenfassen, ja. Wenn die notwendigen Data-Sets zur Verfügung stehen, ist es wichtig, dass die daraus resultierenden Diagramme und Listen, die zum Teil auch noch dynamisch sind, „sprechend“ aufeinander aufbauen. Um das zu erreichen, beraten wir unsere Kunden und erstellen auf Wunsch auch die ersten Berichte. Ganz wichtig ist es, Hürden im Kopf abzubauen.

Was meinen Sie damit konkret?

Andreas Eickel: Bei Power-BI muss man nicht gleich an „Machine Learning“ oder KI denken. Im einfachsten Fall geht es zunächst einmal um ein ordentliches Reporting der vorhandene Daten. Die Erstellung der Data-Sets ist nicht aufwändig. Das vorliegende Datenmodell kann sofort durch die Software genutzt werden. Es kann auch ruhig ein Drittsystem integriert werden. Es muss nicht zwingend alles von Microsoft kommen, damit es gut läuft. Wichtig ist eine Zusammenführung der Dienste aus der Cloud heraus, aber das muss nicht die komplette ERP-Lösung sein.

Wie schaut es mit der finanzielle Hürde aus?

Andreas Eickel: Die besteht de facto nicht mehr – bei 8,40 Euro Euro für Power BI. Ich kann nur raten, es einfach mal zu probieren.

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